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- 18.3.2010: OutSourcing - InSourcing im Wechselbad der Gefühle
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- 14.9.2008: Milliardenverluste durch Projektfehler
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OutSourcing - InSourcing im Wechselbad der Gefühle
18.3.2010 von Franz Ehrl.
Nach dem Trend Geschäftsprozesse auszulagern scheint sich das Pendel nun wieder in die andere Richtung zu bewegen. “Das InSourcing ist ein Trend, der sich eindeutig verstärken wird”, sagt Philip Grothe, Partner bei der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners (brandeins März 2010). Immer mehr Firmen holen ausgelagerte Tätigkeiten zurück: Lego, Steiff, Auerswald.
Die heute wichtigsten Differenzierungsmerkmale sind schnelle, verläßliche Lieferung, eine hohe Qualität und ein hohes Maß an Verfügbarkeit. Das gelingt am besten, wenn die Wertschöpfung im eigenen Unternehmen geschieht.
Ein beeindruckendes Beispiel des erfolgreichen InSourcings zeigt die Firma Auerswald (Telefonanlagen, Cremlingen) auf. Zuerst die Produktion nach Fernost outgesourct. Bald führten Qualitäts- und Lieferprobleme zu einer Vorlaufzeit von mind. 15 Wochen - für den Vertrieb eine herausfordernde Ausgangslage. Dazu noch kulturelle Unterschiede, Reise- und Transportkosten (auch für fehlerhafte Reparaturen), usw. Fazit: Rücknahme, Ergebnis: Hochzufrieden.
Dies kann gelingen unter der Voraussetzung, dass die Prozesse und Arbeitsabläufe speziell in der Produktion ausgeklügelt sind, ebenso wie die Wege in der Logistik und zum Kunden. Dank niedriger Lagerbestände kann Auerswald seine Telefonanlagen nun rentabel produzieren.
“Wir haben heute bspw. eine Montagezeit bei Telefonapparaten, die bei 18% des Ausgangswertes liegt” hört man aus dem Unternehmen.
Die gesamte Geschichte ist im brandeins vom März 2010 nach zu lesen.
Das heisst aber nicht, dass OutSourcing ganz und gar verdammt wird. Es ist immer noch probater Weg sowohl an der Kostenschraube zu drehen, als auch die steigenden Sicherheitsanforderungen in den Griff zu bekommen.
OutSourcing Spezialisten (mann&mouse) haben einen Anforderungskatalog erarbeitet, der in newBusiness vom August 2009 (www.newbusiness.at) nachzulesen ist:
- Ein OutSourcing - Partner muss auch in der Unternehmenskultur zu Ihrem Unternehmen passen (langfristige Bindung), er muss die internen Prozesse und Abläufe begreifen und wirtschaftliche Ansätze einbringen
- Unbedingt vor den Verhandlungen Referenzen einholen!
- Keine Standardverträge unterzeichnen, sondern ein Vertragswerk gestalten, dass auf Ihre Bedürfnisse und Strategien abgestimmt ist
- Kein Festhalten an bisherigen Abläufen und Prozessen. Die eigene Organisation muss im Falle von OutSourcing angepasst werden (Bestell- und Freigabeprozesse, Abläufe die im Innenverhältnis auf “Zuruf” abliefen, funktionieren nun nicht mehr, usw.)
- Klar definierte Zuständigkeiten
- Auch Verantwortung outsourcen
- Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitern
- Allgemein gültige Softwarestandards einführen (einheitliche Office-Versionen oder Tools, usw.)
- Gemeinsames Verständnis schaffen über Ziele, Mittel, Zeitpläne und Prozesse
- IhrKnow-How nicht aus der Hand geben
- Integration des Servicepartners
- An den “Tag danach” denken
Franz Ehrl, CMC
Akademisch geprüfter Unternehmensberater
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Milliardenverluste durch Projektfehler
14.9.2008 von Franz Ehrl.
Fehler bei der Durchführung von Projekten verursachen in der deutschen Wirtschaft jedes Jahr immense Schäden: 78 Prozent der Unternehmen beziffern den finanziellen Schaden auf über 10 Milliarden Euro. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie, die das auf Project Management Offices (PMO) spezialisierte Beratungshaus Assure Consulting unter Top-Managern der deutschen Wirtschaft durchgeführt hat. Der häufigste Projektfehler sind nicht klar definierte Projektziele (71 Prozent). Als zweites relevantes Versäumnis sehen die befragten Experten mit 61 Prozent (Mehrfachnennungen waren erwünscht) unrealistische Zeitvorgaben.
Mehr als die Hälfte der Top-Manager (55 Prozent) macht auch mangelnde Abstimmung aller am Projekt Beteiligten für den finanziellen Schaden mit verantwortlich. Mit etwas Abstand folgen laut Assure-Studie auf den Plätzen vier und fünf eine fehlerhafte Kommunikation innerhalb des Unternehmens (45 Prozent) und überlastete Projektleiter (44 Prozent). Dicht dahinter sehen die Fach- und Führungskräfte aus der deutschen Wirtschaft unrealistische Budgetrahmen (43 Prozent) und eine nicht ausreichend sorgfältig durchgeführte Feinplanung (41 Prozent).
“Die Ergebnisse der Assure-Studie decken den hohen finanziellen Schaden durch Fehler im Projektmanagement auf. Dies zeigt sich daran, dass 78 Prozent der Top-Manager von Verlusten in zweistelliger Milliardenhöhe ausgehen. Diese Gruppe lässt sich nochmals aufgliedern. Gehen 44 Prozent der Befragten von Verlusten im Bereich von über 10 Milliarden Euro aus, beziffern 34 Prozent den Schaden sogar auf über 100 Milliarden Euro”, konkretisiert Assure Consulting-Geschäftsführer Tim Schmidt die Ergebnisse der aktuellen Studie.
Die zehn häufigsten Fehler bei der Durchführung von Projekten
| 1. | Projektziele nicht klar definiert | 71% |
| 2. | Zeitvorgaben sind unrealistisch | 61% |
| 3. | Mangelnde Abstimmung aller am Projekt Beteiligten | 55% |
| 4. | Fehlerhafte Kommunikation innerhalb des Unternehmens | 45% |
| 5. | Projektleiter sind überlastet | 44% |
| 6. | Budgetrahmen ist unrealistisch | 43% |
| 7. | Feinplanung erfolgt nicht sorgfältig genug | 41% |
| 8. | Komplexität des Vorhabens wird unterschätzt | 39% |
| 9. | Berichtswesen/Reporting funktioniert nicht reibungslos | 36% |
| 10. | Es fehlt ein Projekt-Cockpit, aus dem heruas das Projekt gesteuert wird | 36% |
Quelle: www.firmenwissen.de
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